Workshop geht in die zweite Runde:
Stadteilspaziergang am 21.10.
Wir gehen in eine weitere Runde der Erkundung: nun machen wir uns in den Stadtteil auf und fragen: „Wer macht Öffentlichkeit in Giebel?“
Am Mittwoch, 21.10. treffen wir uns um 13 Uhr an der Kirche Salvator und gehen unter Führung der beiden Architekten bis etwa 15:30 Uhr durch den Stadtteil.
Wir werden aller Voraussicht nach verschiedene Menschen (man nennt diese „Stakeholder“) treffen, die uns von ihrer Arbeit erzählen und was sie sich von Kirche im Stadtteil ggf. wünschen. Aber noch viel mehr: wir können auch von uns erzählen. Wann waren Sie einmal mit diesem Blick im Stadtteil unterwegs? Vermutlich noch nicht.
Das wird wieder spannend!
Bitte hier [https://drs-map.viadesk.com/do/surveyfrontwrite?id=9935116-737572766579] bis zum 15.10. anmelden, damit wir wissen, wie groß die Gruppe wird. Bestenfalls ist von jeder Gruppe mindestens ein Vertreter mit dabei. Aus Datenschutzgründen darf ich den Verteiler dieser Mail nicht nennen: es sind aber eingeladen: Kirchengemeinderäte, Jugend, Bezirk, Gruppenverteteter:innen.
Wir freuen uns auf die Begegnung im Stadtteil.
Gut beratenUnter der fachlichen und kompetenten Anleitung der beiden Architekten Gerald Klahr und Aaron Werbick vom Architekturbüro Prinzmetal konnten wir an den vielen Orten, die wir derzeit mit Leben füllen, unterschiedlichen Fragen nachgehen. Ein erster Auftrag war, an einen Ort zu gehen, der seit vielen Jahren oder gerade eben erst meine Aufmerksamkeit erzeugt hat. Dorthin durften dann gelbe Klebepfeile hinterlassen werden, die auf den Ort hinweisen. Etwa: „Hier stinkt es!“ oder „Hier habe ich schon einmal jemanden geküsst!“. Beliebt war auch „Hier gefällt es mir, weil…“ oder „Das hier soll so bleiben, wie es ist!“. Keine Ahnung, wie viele Pfeile es zuletzt waren, aber: es gab keinen Ort, an dem nicht ein Pfeil hing. Das heißt, an allen Orten sind Menschen zu Hause. Alle Orte sind den Menschen hier wichtig. Nach einem Rundgang durch den Campus konnten sich die etwa 80 Teilnehmenden am Workshop davon überzeugen, dass dieser Ort vieles zu bieten hat, aber auch viele Herausforderungen auf uns warten. Gut gesättigtWieder im Gemeindehaus angekommen, durften wir es uns beim Mittagessen richtig gut gehen lassen, vielleicht auch deshalb, weil wir gerettete Lebensmittel gegessen haben, die uns SUPPoptimal von der Bürgerstiftung Stuttgart e. V. zu bereitet hat. Wie wunderbar der Gedanke doch ist, dass das Essen nicht weggeworfen, sondern heute bei uns gelandet ist. Danke, lieber Philipp von der Bügerstiftung! Zum Essen gesellte sich unser Bezirksvorsteher Julian Schahl, der den ganzen Tag mit Interesse verfolgte und in den Zwischenräumen immer wieder lernen konnte, wie schön es doch bei uns ist. Es schloss sich eine weitere Gedankenrunde an: für manche eine sonderbare Übung: Schreib einen Liebesbrief an deinen Lieblingsraum! Und das war der beste Moment des Tages! Wie viel Liebe doch in den Menschen steckt! So konnte eine Teilnehmerin so wunderbar dichten: „Du geliebter Pfarrgarten. Wie sehr bist Du uns ans Herz gewachsen! Wie schön sind die Momente, die wir in Dir erleben dürfen! Die Familienfeste und das Hüpfen der Kinder. Das Singen, das Lachen, das Zusammensein. Wie sehr liebe ich den Duft Deiner Bäume und den Schatten, den sie spenden!“ Und das war erst der Anfang. Manche sangen Liebeslieder, manche konnten sich auch eine Träne nicht verheimlichen. Gut betrachtetDie Liebesbriefe führten uns dann nach der Kaffeepause hin zu dem Gedanken, was wir künftig wofür notwendig brauchen. Welche Gottesdienste feiern wir künftig? Wozu dient die große Küche? Wird die Akustik der Kirche noch so sein, wenn umgebaut wird? Wo wird künftig Theater gespielt? Und: wie kommen denn die Senioren zum Friedhof. Und: wieder zurück? Das Plädoyer der einzelnen Arbeitsgruppen durfte nicht länger dauern, als eine Wunderkerze zum Abbrennen brauchte. Aber: wir waren alle schneller als die Kerze. Das ist das eigentliche Wunder! Am Ende fanden sich alle in der Kirche wieder. Mit einem guten Gefühl, dem Eindruck, dass der Aufbruch gelungen ist, einem Lied auf den Lippen und dem Segen Gottes ist ein guter Anfang gemacht! Gott sei Dank. Gut gestartetNur eine Frage bleibt am Ende: „Wie gehen denn bloß diese gelben Pfeile wieder ab?“ |















