Abschied von Pater Konrad

Abschiedsworte der Bezirksvorsteherin

Abschied von Pater Konrad – zugleich Abschied von den Salvatorianern

Insgesamt 12 Jahre wirkte Pater Konrad als Priester in der Salvatorgemeinde. Zu seiner Verabschiedung füllte sich die Kirche nahezu vollständig. Bei dem Einzug bot sich ein imposantes Bild mit vielen Patres, Priestern, Diakonen und Ministranten. Auf der Empore drängten sich die Kirchen- und Kinderchöre der Gesamtkirchengemeinde, die Salvi-Band sowie die Old-Salvi-Band.

In seiner Predigt ging Provinzial Pater Hubert Veeser auch auf die über 60-jährige Präsenz der Salvatorianer in Giebel ein. Er erzählte von der Dynamik und Kraft der Anfangszeit sowie den aktuellen Anforderungen. Es schmerze ihn als Provinzial sehr, neben drei anderen Standorten auch den in Giebel aufzugeben. Aber alles, was war, war gut und wird auch gut bleiben. Hier ist weiter ein heiliger Ort. Für die Zukunft sieht er die Aufgabe der Kirche eher als ein Mitbewerber auf dem Markt der Sinnvermittlung, sie müsse neu lernen, die Sprache der Menschen zu verstehen. Um die Zukunft der Kirche mache er sich keine Sorgen, aktuell bestehe ein Trend zu kleinen Gemeinschaften, fügte er hinzu.

Der musikalische Rahmen des Gottesdienstes mit Teilen aus einer Jazzmesse, dem vom Chor gesungenen Halleluja, der instrumentalen Unterstützung sowie den Beiträgen der verschiedenen Bands erfreute Geist und Herz.

Nach dem Gottesdienst herrschte zunächst einmal Ausnahmezustand auf dem Kirchplatz. Auf dem Weg ins Gemeindehaus fassten viele Gäste die erstbeste Möglichkeit beim Schopf, sich von Pater Konrad zu verabschieden. Eilig im Pfarrgarten aufgestellte Bänke verschafften etwas Luft. In der von Jürgen Schymura geschickt moderierten Matinée blickten in ihren Abschiedsworten viele
Weggefährten, darunter als Vertreter des Bischofs, Domkapitular Paul Hildebrand, Pfarrerin Erika Schlatter-Ernst von der Stephanus Gemeinde und Bezirksvorsteherin Ulrike Zich, dankbar und wehmütig auf die gemeinsame Zeit zurück. Höhepunkte waren die das Herz in besonderer Weise bewegenden Beiträge der Kinderhauskinder und des Ministrantenquartetts.

Am Ende der Matinée übergab Pater Konrad symbolisch einen Staffelstab an Pfarrer Matthias Hambücher, der ihn stellvertretend für das 5-köpfige Pastoralteam hoffnungsfroh entgegennahm.

Sichtlich gerührt fasste Pater Konrad die Beiträge zusammen „es wäre so schön, wenn es nicht gerade ein Abschied wäre“ und dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die dieses Fest ermöglichten sowie den Gästen.

Während des Mittagessens und dem sich anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinkens unterhielten sich die Besucher angeregt, tauschten Erlebnisse aus und hielten diese Begegnung mit den Patres photographisch fest. In den nächsten Tagen wird Pater Konrad seine Koffer packen, dann endet die Präsenz der Salvatorianer in Stuttgart. Die Gemeinde behält aber ihren Namen und ihre Wurzeln.

Manfred Feurer

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