Musik in der Salvatorkirche – Mit Pauken und Trompeten

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Salvator hatte eingeladen, gekommen waren mehr als 200 Zuhörer/innen. Kein Wunder, denn anlässlich des 62. Kirchweihfestes gastierte am 17. November der Musikverein Stadtkapelle Gerlingen in der Salvatorkirche. Unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Daxi Pan boten die 50 Musiker/innen ein einzigartiges Klangerlebnis, nicht nur mit Pauken und Trompeten. Das Programm des Blasorchesters war außergewöhnlich wie abenteuerlich zugleich, wie Matthias Widmann – Vorstand und Klarinettist – in seiner Begrüßung erwähnte.

Beginnend mit der Tocccata in D-moll, dem wohl bekanntesten Orgelwerk – komponiert von Johann Sebastian Bach – , ging es über die Film-Melodie zu Schindlers Liste zusammen mit der Violinistin Anne-Kathrin Dieterich-Firnau bis hin zu dem weltbekannten Titel von John Miles “Music was my first love”. Dazwischen erklangen die Sonatina, gespielt vom Trompeten-Ensemble, und zwei Melodien französischer Chansons, eines zusammen vorgetragen mit dem Akkordeonsolist Wolfgang Dreher. 

Das Publikum war beeindruckt und begeistert. Nicht nur vom Mut, sich an ein für die Königin der Instrumente komponiertes Werk zu wagen, sondern auch von der klangvollen Umsetzung und nahezu perfekten Interpretation des schwierigen Arrangements für Bläser. Das Gleiche gilt für das Abenteuer mit der Violine und ihren zart wie weich klingenden Tönen, denen der notwendige Klangraum gegeben wurde. Da hatte der Akkordeonist aufgrund der kräftigeren Töne seines Instruments im musikalischen Dialog mit dem Orchester etwas einfachere Voraussetzungen. Aber auch er versetzte bereits mit seinen ersten Klängen das Publikum in Erstaunen und ließ es so verzaubert zurück, dass sein langanhaltender Schlussapplaus mit einer Zugabe belohnt wurde.

Manfred Feurer, Kirchengemeinderatsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Gesamtkirchengemeinderates, brachte es in seinen Dankesworten an die Stadtkapelle, die die Publikumsspenden dem Schulsozialprojekt der Salvatorgemeinde zugutekommen ließen, auf den Punkt: Sie haben mit ihrem Programm viel gewagt und noch mehr gewonnen. Sicher auch neue Fans. Bestätigender Beifall ertönte und ein sichtbar erfreutes Publikum tauschte sich noch lange über dieses herausragende und nachhaltige Konzerterlebnis aus, bevor es nach Hause ging.   jms   

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