Hier berichten wir von vergangenen kirchenmusikalischen Veranstaltungen.

Von überall her… 60 Jahre Salvator
Jubiläumskonzert Heimat und Zuflucht
am Sonntag,19. November 2017 um 19.30 Uhr

Salvatorkirche Stuttgart-Giebel, Giebelstraße 15
mit Cornelia Lanz, dem Ensemble Zuflucht Kultur und dem Chor Salvator
Flucht und Freiheit, Sehnsucht nach Heimat
in der Oper bei Mozart und Verdi
Was erzählt uns die Bibel?
Und wie singt man arabisch?

Programm

 

Wolfgang Amadeus Mozart: aus Zaide –ein Opernfragment
Brüder, lasst uns lustig sein         Ensemble Zuflucht Kultur, Chor Salvator
Tiger, wetze nur die Klauen         Cornelia Lanz, Mezzosopran
Ruhe  sanft                                   Cornelia Lanz, Mezzosopran
Wer hungrig bei der Tafel sitzt     Mazen Mohsen, Bariton
Melolog: Ich kann nicht schlafen  Zaher Alchihabi

Giuseppe Verdi: aus Nabucco
Gefangenenchor Va pensiero      Ensemble Zuflucht Kultur, Chor Salvator

Claudia Mitscha –Eibl:
Im Lande der Knechtschaft          Chor Salvator

Heinz Martin Lonquich:
Wie der Hirsch                              Chor Salvator

Arabische Lieder:
Habibi                                           Ensemble Zuflucht Kultur, Chor Salvator
Baburi

Gregor Linßen: aus  der Messe Lied vom Licht
Kyrie                                             Cornelia Lanz, Solo, Chor Salvator
Betrifft dich und mich                    Cornelia Lanz, Solo, Chor Salvator

Cornelia Lanz, Mezzosopran; Mazen Mohsen, Bariton; Zaher Alchihabi, Rezitation; Stephen Hess, Klavier; Ensemble Zuflucht Kultur und Chor Salvator; Cornelia Lanz und Esther Walter, Leitung

Der syrische Schauspieler Zaher Alchihabi studierte zunächst in seiner Heimatstadt Aleppo Wirtschaftswissenschaften, bevor er seiner Leidenschaft nachging und ein Schauspielstudium an der dortigen Staatlichen Schauspielschule absolvierte. Anschließend bewarb er sich mit seinem selbst produzierten Kurzfilm Selbstgespräch an der Europäischen Universität Damaskus für den Studiengang Filmregie und wurde als einer der besten drei Bewerber mit einem Stipendium angenommen. Nachdem seine Ausbildungsstätte 2014 durch den syrischen Bürgerkrieg zerstört wurde, floh er Anfang 2015 nach Europa und wurde dem Landkreis Biberach zugeteilt. Dort wirkte er als Schauspieler und Theaterpädagoge an der Zuflucht Kultur-Produktion von Mozarts ZAIDE. EINE FLUCHT. mit. Seitdem gehört er fest zum Team des produzierenden Vereins. Bei Idomeneo übernahm er die Rolle des Arbace und führte zudem Regie bei der begleitenden Filmdokumentation. Zaher Alchihabi war 2016 sowohl Stipendiat der Allianz Kulturstiftung als auch der Akademie Schloss Solitude.

Mazen Mohsen wurde 1994 in Sweida, Syrien, geboren. Dort arbeitete er nach einem zweijährigen Studium als Musikschullehrer für Gitarre und Oud. Nach etwa einem Jahr entschloss er sich zu flüchten, da er aufgrund des Krieges keine Möglichkeit sah, sich seinen Traum zu erfüllen und Operngesang zu studieren. Seit August 2015 ist er in Deutschland und sucht nach Möglichkeiten, seine musikalische Arbeit fortzusetzen. Sein Ziel ist nach wie vor, Opernsänger zu werden. Mazen mag es besonders, verschiedene Kulturen innerhalb einer Inszenierung zu mischen, wie in Idomeneo. Heute lebt Mazen in Marbach am Neckar und leitet dort den Flüchtlingskinderchor.

Nach ihrem Gesangsstudium an der Musikhochschule Stuttgart, der Manhattan School of Music New York und dem Referendariat in Schulmusik entwickelte sich Cornelia Lanz (Mezzosopran) zu einer international gefragten Gesangssolistin. Sie arbeitete mit vielen bedeutenden Orchestern zusammen, darunter dem Kammerorchester der Münchner Philharmoniker, den Berliner Symphonikern, dem Zürcher Kammerorchester, dem Hassler Consort und L’Arpa festante. Engagements führten sie an die Staatsoper Stuttgart, das Landestheater Schleswig-Holstein und das Theater Nordhausen. Sie war bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und beim Lucerne Festival zu hören. Außerdem inszeniert Cornelia Lanz immer wieder selbst, zum Beispiel Händels Alcina in New York, Imeneo in Dubai und Janáčeks Die Sache Makropulos in München. Beim Klassiklabel Animato sang sie die Titelrolle in Händels Oper Oreste ein. Im Frühjahr 2016 erschien ihre Lied-Debüt-CD Carattere di Donne. Frauenrollen und Frauengestalten bei Schubert, Rossini und Verdi bei Hänssler, die sie zusammen mit dem Pianisten Stefan Laux einspielte. Cornelia Lanz war Stipendiatin der Baden-Württemberg Stiftung und des Richard-Wagner-Verbandes. Sie erhielt den Bruno-Frey-Preis, den Förderpreis Kultur des Landkreises Biberach sowie den Zonta-Kultur Award 2015 und war Finalistin im Wiener Nico Dostal Gesangswettbewerb.

Seit dem Sommer 2014 produziert, leitet, initiiert und singt Cornelia Lanz mit ihrem Verein Zuflucht Kultur e. V. und Flüchtlingen die medial stark beachteten Mozartopern Così fan tutte, ZAIDE.EINE FLUCHT. und Idomeneo sowie aktuell Georges Bizets Carmen. Mehr Informationen: www.cornelia-lanz.com

Über Zuflucht Kultur e.V.

Così fan tutte (Oktober 2014), ZAIDE.EINE FLUCHT. (August 2015), Idomeneo (Juli 2016) und zuletzt Carmen (Premiere am 2. September 2017 im MMA – Mixed Munich Arts): Mit Timing halten die drei Opernproduktionen von Zuflucht Kultur e.V. der Entwicklung der Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa den Spiegel vor. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit und durch Kultur Brücken zwischen Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung zu bauen. Er arbeitet zuallererst künstlerisch, organisiert mittlerweile aber auch eine Vielzahl von politisch-sozialen Auftritten eines eigens gegründeten Projektchors. Anfang September 2015, kurz nach Öffnung der deutschen Grenzen für in Südosteuropa festsitzende Flüchtlinge, gastierte der Chor Zuflucht beim Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue; außerdem war er im ZDF bei Markus Lanz und Johannes B. Kerner zu erleben. Weitere Einladungen von Institutionen, die sich für Menschenrechte einsetzen: Unter anderem stand der Chor beim europäischen Konsultationstreffen des World Humanitarian Summit der Vereinten Nationen und bei der Eröffnung der Generalversammlung der International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies auf der Bühne, beides in Genf. Mit Auftritten wie diesen gelingt es dem Verein Zuflucht Kultur und seinem Chor so auch auf internationaler Ebene, das viel diskutierte Thema Flüchtlinge mit einem starken, hoffnungsvollen Projekt zu verbinden. Der bislang schönste Erfolg der Arbeit von Zuflucht Kultur: Das ZDF-Format Die Anstalt erhielt für die Sendung mit dem syrischen Flüchtlingschor Zuflucht den Grimmepreis 2015 „für den Moment der Echtheit und Wichtigkeit“. Diese Ausgabe wurde noch ein zweites Mal geehrt. Die deutsche Sektion von Amnesty International zeichnete sie mit dem Marler Medienpreis für Menschenrechte 2015 aus. Im vergangenen Herbst wurde der Verein auch direkt ausgezeichnet – mit dem Förderpreis der Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog 2016. Das nächste Opernprojekt ist bereits in Vorbereitung: Verdis Don Carlos in Koproduktion mit dem Landesjugendorchester NRW. Die Premiere im Sommer 2018 findet voraussichtlich in Düsseldorf statt. Danach geht die Produktion auf Tour durch Nordrhein-Westfalen, Süddeutschland und Spanien. Regie: Bernd Schmitt (Così fan tutte, Idomeneo).

 

 

 

Musik der japanischen Bambusflöte am 20. Oktober 2017

Die Shakuhachi ist eine japanische Bambusflöte, die ab dem 17. Jahrhundert vornehmlich von japanischen Mönchen gespielt wurde. Sie entwickelten eine Meditationsmusik, die sie für ihre Gebetspraktiken verwendeten.

Der „Freundeskreis von St. Josef“ freut sich sehr mit Jim Franklin einen Meister der Shakuhachi in St. Josef begrüßen zu dürfen. Franklin studierte bei Yokoyama Katsuya in Tokyo. Zum Abschluss seiner Studien wurde ihm der Titel Shihan (Meister) verliehen.

Am Freitag, den 20. Oktober wird er um 19.30 Uhr zusammen mit Hiroko Sugino im Gemeindehaus von St. Josef in die faszinierende Welt der Shakuhachi einführen.

Die beiden Musiker werden sowohl traditionelle, meditative Stücke spielen, als auch die Entwicklung zur Moderne und zur Zeitgenössischen Musik aufzeigen.

Erleben Sie diese Musik mit ihrem einzigartigen meditativen Charakter und lassen Sie sich den Blick in eine bisher ungehörte spirituelle Welt nicht entgehen.

Kunst soll und kann mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Hannelore Störzinger ist Ikebana Meisterin und wird die Räumlichkeiten an diesem Abend mit japanischen Blumenarrangements gestalten. Ikebana ist die japanische Kunst, Blumen und Zweige in Schalen oder Vasen zu arrangieren – ein Genuss für alle Sinne.