Churchnight als Feuerwache

Wer sagt, dass Kirche nicht leuchtet, nicht strahlt und Glaube keine Funken schlägt? Frischer Wind wehte durch die Salvator-Kirche in der Churchnight am 06.11.2022, die anlässlich der 65. Wiederkehr des Kirchweihfestes gefeiert wurde und das eine oder andere mit Asche belegte Glutnest christlicher Hoffnung entfachte. 

Inspirierend führte Jürgen Schymura durch die neue Gottesdienstform als Feuerwache vor dem himmlischen Jerusalem. Unter schillerndem Polarlicht nordischer Chormusik, im Wechsel mit ebenfalls nordischen Gemeindeliedern, legte er den Glutkern christlichen Glaubens frei. In dichter Sprache sponn er einen roten Faden, den er durch seine Präsenz an unterschiedlichen Orten im Kirchenraum förmlich durch die Kirche spannte und in der Gründungs- und Aufbauzeit der Gemeinde, die vom Geist des Aufbruchs des zeitgleich stattfindenden Zweiten Vatikanischen Konzils ergriffen war, anknüpfte. An der Orgel nahm David Walter diesen Faden sowie den frischen Wind auf und brauste die Asche weg, entstanden im Feuer vielerlei Verletzungen und Enttäuschungen, entfachte die Glut aufs Neue und überzeugte mit seinem Bass-Solo in Edvard Griegs „I Himmelen“. 

Der Geist des Anfangs der Salvator-Gemeinde wurde erinnernd vergegenwärtigt und die persönlichen Glaubenswurzeln vergewissert – die vielen Besucher, die als Getaufte Feuerwache halten, nahmen den Wind des Aufbruchs und den frischen Flug der Hoffnungsfunken mit und gingen erfüllt und ermutigt, beseelt und erleuchtet nach Hause.

 

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