Ubi caritas et amor, Deus ibi est – wo Güte und Liebe sind, da ist Gott. Diese alte kirchliche Gesangszeile ist vor allem in der Vertonung aus dem französischen Kloster Taizé bekannt geworden. Daher durfte sie natürlich auch beim meditativen Taizé-Liedersingen am 1. Februar 2026 in der Kirche St. Theresia nicht fehlen.

Gestaltet wurde der besinnungsvolle Nachmittag durch den Chor St.Theresia und den Wolfbusch Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Edith Hartmann, einem bunt gemischten Musikensemble unter der Leitung von Schèron Waldner Schöpf sowie David Walther am Klavier. Rund eine Stunde lang erfüllten die über 100 Sänger und Instrumentalisten die Weilimdorfer Theresia-Kirche mit den ruhigen und konfessionsübergreifenden Klängen aus Taizé. Selbst die jüngsten Kinder sangen einige der teilweise auf Latein verfassten Lieder schon mit.
Für zusätzliche Stimmung sorgte die besondere Beleuchtung der Kirche, für die der Jugendchor gemeinsam mit Eltern von Kindern aus dem Wolfbusch Kinder- und Jugendchor gesorgt hatte: Kerzen und rote Schweinwerfer tauchten das Gotteshaus in ein warmes gedämpftes Licht, und auch die Lichter der Weihnachtsbäume kamen noch ein letztes Mal zur Geltung, bevor sie abgebaut wurden.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer, die der Einladung der Kirchengemeinde und der Musizierenden gefolgt waren, genossen diese Atmosphäre der Ruhe und des Friedens und sangen selbst mit. „Ich bin total überwältigt, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte eine Besucherin, die eigens aus Waiblingen angereist war. Dank der Übertragung im Livestream konnten auch Interessierte, die nicht nach Weilimdorf kommen konnten, die Veranstaltung online verfolgen. Ein Angebot, das ebenfalls auf große Resonanz stieß.
Chorleiterin Edith Hartmann freute sich, dass der zentrale Aspekt des meditativen Abends so gut ankam: Gemeinsam etwas Schönes erleben, über alle Grenzen – Alter, Religion, Nationalität, Kultur oder Gemeinschaften – hinweg. Das musikalische Zusammenwirken von Instrumenten und Stimmen gefiel nicht nur dem Publikum, sondern genauso den Mitwirkenden. Den Kindern vom Wolfbusch Kinderchor machte es sogar so viel Freude, dass sie beim nächsten Mal gerne – wie der Jugendchor – alle Lieder mitsingen möchten, verriet Edith Hartmann. Wenn es nach den Musizierenden und den Besuchern geht, sollte es also auch im kommenden Jahr wieder klingen: Ubi caritas et amor, Deus ibi est.
Text und Fotos: Daniela Erhard